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RITUALE

BLESSINGWAY

Was ist ein Blessingway?

Ein Blessingway ist ein Zusammentreffen von mehreren Frauen, um eine oder auch mehrere Schwangere zu feiern und sie im Hinblick auf die Geburt und ihre neue Rolle als Mama zu bestärken.

Dieser uralte Brauch stammt aus der Tradition von den amerikanischen Navajo-Ureinwohnern. Dort wird die werdende Mama in einem wertschätzenden Kreis vor der Geburt mit verschiedenen kleinen Ritualen begleitet. Im Vordergrund der Blessingway-Zeremonie steht die werdende Mutter, ihre Weiblichkeit und die Fähigkeit zu gebären.
Es ist ein besonderes Geschenk, welches man der schwangeren Freundin, Ehefrau Tochter oder Schwester machen kann. Ob als Überraschung oder von der Schwangeren gewünscht, ist ein Blessingway in jedem Fall ein unvergessliches Erlebnis.

Die Zermonie

Die Rituale werden ganz individuell auf die Schwangere, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse angepasst und sollen der werdenden Mama  

Schutz, Kraft, Ehrung, Liebe, Freude und Unterstützung für die letzten Tage und Wochen der Schwangerschaft und für die Geburt bringen.
In diesem Kreis spürt und fühlt die Mama - fernab des ansonsten vielleicht hektischen Alltags - die Verbindung zu sich selbst, ihrer Frauenkraft, zur Mutter Erde, zu ihren Ahninnen und zu der stärkenden Gemeinschaft lieber Frauen. 

 

Nach einem Vorgespräch mit ein oder zwei Mitorganisierenden wird das Datum und der Ort festgelegt und die Frauen eingeladen. 
Das Blessingway kann zum Beispiel bei der Schwangeren zu Hause, bei einem Familienmitglied oder einer Freundin, im Sommer auch sehr schön im Park oder in anderen Räumlichkeiten stattfinden.

Im Frauenkreis stärken wir die werdende Mama  für die bevorstehende Geburt. Wir feiern die Fruchtbarkeit, bedanken uns für das Wunder der Schwangerschaft, ehren den Körper und verwöhnen alle Sinne. So dass die werdende Mama mit den vielen guten Wünschen und Gedanken gestärkt den Weg in die Geburt und ins Muttersein hinein gehen kann.

Was erwartet die werdende Mama?

Damit es ein unvergessliches Erlebnis wird, werden nicht alle Details verraten, denn die Zeremonie soll einfach als ganz besonderer Moment  in der Schwangerschaft genossen werden.
Einige Bestandteile der Zeremonie sind die folgenden:

  • Kleines Reinigungsritual, um den Alltag hinter sich zu lassen

  • Ruhig werden & einstimmen, Ehrung aller Mütter

  • Wünsche  für die Geburt

  • Verwöhn-Momente:  Massage für die werdende Mama

  • Dankbarkeitsmeditation

  • Ausklang

  • Kleiner Imbiss & Getränke 

Mögliche Gestaltung des Rituals

  • Frauenkreis

  • positive Geschichten / Erinnerungen teilen

  • Meditationen

  • gute Wünsche für die werdende Mama und ihr Baby (z. B. in einen Traumfänger eingearbeitet)

  • Angstauflösung (Angst vor Geburt, Vorm Mama-Werden)

  • Verwöhnritual (z. B. Massage, Fussbad mit Rosenblüten)

  • Bauchbemalung

  • Blumenkränze binden

  • Herzensgeschenke (Gabentisch)

  • Duftankerhypnose (z. B. Lavendelöl) (gern inklusive Anker-Hypnose)

  • Gemeinsam kreativ werden (z.B. Geburtskerzen herstellen, Geburtsvisionboard, Geburtskette /-armband, Geburtsshirt, Babybody bemalen, Segenssteine u.a.)

  • Gemeinsam essen

CLOSING THE BONES

Was ist Closing the bones?

Als eine uralte Tradition auch genannt „Cerrada“, "A cerrar las caderas" auch "Rebozo Cerrada", oder „Manteo“ ist das Ritual für Frauen vor und vor allem nach der Geburt. Es soll kraftspendend, energiebringend und heilungsunterstützend im Wochenbett sein, einfach eine kleine aber liebevolle Zeremonie. Mit Hilfe der traditionellen und farbenprächtigen Rebozotüchern wird der Körper umsorgt und liebevoll „unterstützt“. Durch eine stimulierende Massage produziert der Körper Glückshormone und die Frau kann ihr Gleichgewicht zurück finden.

Durch die Schwangerschaft und die Geburt wird auch eine Frau zur Mutter geboren.Zur Geburt öffnet der Körper sich in wundervoller Weise für dieses wunderschöne Geschöpf. Dies ist natürlich ein liebevoller Kraftakt des weiblichen Körpers. Daher benötigt er dann im Wochenbett besonderer Achtsamkeit & Ruhe, Pflege und Liebe.

Nach der der wohltuenden und ruhigen Massage wird der Körper in die zuvor als Massagetücher verwendeten Rebozos gewickelt und umhüllt. Wie in einem schützenden Kokon liegt die Mutter dann an Ihrem Wohlfühlort und ihr Körper wird durch das Einhüllen wieder "verschlossen".

 

Aus dem Grund wird diese traditionelle Pflege als „Knochenschließen“, „Closing the Bones“ oder auf Spanisch „La Cerrada de Caderas“ bzw. „Encaderamiento“ bezeichnet und ist auf der ganzen Welt zu finden, insbesondere in Süd Amerika, Africa, nahem Osten und in Asien.

Wie verläuft diese Zeremonie in der Praxis?

 

Üblicherweise findet diese bei der Frau im Wochenbett zuhause in ihrem Bett oder auf ihrer Couch oder auf einer Matte statt. Es soll so gemütlich wie möglich sein, damit die Mutter auch emotional in Kontakt treten kann mit ihrem Körper und dem Wunder, das er geleistet hat.

Wenn du magst, findet die Zeremonie nur mit uns Zweien statt, oder mit deinen liebsten Frauen rundherum, die dir in den Minuten des eingebunden seins, all ihre Kraft und gute Energie senden.

 

Das Gespräch

Um über deine Geburt & deine Gefühle zu sprechen, uns näher kennenzulernen und zu besprechen für was genau du die einen Abschluss und Neubeginn wünschst, besprechen wir die Einzelheiten dazu und zur Zeremonie, damit du dich voll und ganz darauf einlassen kannst.

Vertrauen und eine für dich angenehme intime Atmosphäre sind dabei sehr wichtig.

 

Besonders wichtig ist, dass du dich wohlfühlst. Du darfst entscheiden, wie du dein Ritual beginnen möchtest - mit einem Kräuterbad, einem entspannenden Intimdampfbad, oder einer Traum-/Gedankenreise.

 

Die Körperarbeit

Mit dem Rebozo versetze ich deinen Körper in Schwingungen um ihn zu seiner Mitte zurückkehren zu lassen und zu entspannen

 

Achtsamkeit, seinen Körper wertschätzen, sich Zeit nehmen in der neuen Rolle anzukommen. All dies soll der Mutter helfen den Übergang und Neuanfang kraftvoll und liebevoll zu gestalten.

 

Das Ende des Wochenbetts ist ein guter Zeitpunkt für dieses bewegende Ritual oder auch das Ende der Stillzeit, er ist aber komplett dir überlassen.

Es wird traditionell sogar empfohlen, das Closing the Bones Ritual mehrmals im Jahr und/oder bei allen größeren Übergängen im Leben zu wiederholen.